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„Können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken“

Raiffeisen Alstätte-Vreden-Epe zieht auf Generalversammlung Schlussstrich unter das Wirtschaftsjahr 2024/2025

Größe allein ist nicht alles. Das hat die Raiffeisen Alstätte-Vreden-Epe auch im zurückliegenden Geschäftsjahr 2024/2025 wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt.  In einem herausfordernden Marktumfeld für landwirtschaftliche Erzeugnisse verzeichnete die heimische Genossenschaft im Vorjahresvergleich einen Anstieg im Gesamtumsatz und einen Jahresüberschuss in Vorjahreshöhe. „Wir können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken“, bilanzierte Aufsichtsratsvorsietender Hermann Elskamp auf der diesjährigen Generalversammlung.

Sein besonderer Gruß als Versammlungsleiter galt neben den Mitgliedern im proppenvollen Saal im Gasthaus Paus-Franke in Alstätte dem diesjährigen Gastreferent Dr. Philipp Spinne. Der Geschäftsführer vom Deutschen Raiffeisenverband (DRV) in Berlin sprach zum Abschluss über „Perspektiven der aktuellen Landwirtschafts- und Ernährungspolitik“.

Zuvor hatte Philipp Spinne jedoch zusammen mit Frank Niemer, Vorstand beim Raiffeisenverband Westfalen-Lippe, die ehrenvolle Aufgabe, den Vorstandsvorsitzenden Wilhelm Telker nach beeindruckenden 32 Jahren erfolgreicher Arbeit zum Abschied aus dem Ehrenamt der Genossenschaft mit Erreichen der Altersgrenze zu verabschieden und mit der Raiffeisennadel in Silber auszuzeichnen. 

Wilhelm Telker trat erstmals am 15. Dezember 1993 in den Vorstand der damaligen Raiffeisenwarengenossenschaft Epe ein. Nach der Fusion 2001 zur Raiffeisen Alstätte-Vreden-Epe wurde er in den Vorstand berufen. Am 14. Dezember 2016 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. „Es hat wirklich immer Spaß gemacht in diesem Ehrenamt mitzuarbeiten“, bekannte Wilhelm Telker. „Ein bisschen Wehmut ist jetzt dabei.“

Dass Wilhelm Telker ein gut aufgestelltes Unternehmen übergibt, kam zuvor im Bericht des Geschäftsführers Thomas Kortbuß zum Ausdruck. Insgesamt erwirtschaftete die Raiffeisen Alstätte-Vreden-Epe an ihren Standorten in Alstätte, Vreden und Epe zum Bilanzstichtag 30. Juni 2025 Umsatzerlöse in Höhe von 20,9 (Vorjahr: 20,6) Millionen Euro. Besonders erfreulich hat sich das Düngemittelgeschäft entwickelt. Hier gab sowohl in der umgeschlagenen Menge wie im erzielten Ertrag ein deutliches Plus. Einen Rückgang gab es bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen und beim Saatgut. Steigerungen erwirtschaftete die AVE beim selbst produzierten Mischfutter und beim Handel mit Pflanzenschutz. Der besondere Dank des Geschäftsführers galt den Beschäftigten: „Ohne ihren persönlichen Einsatz wäre eine so gute Bilanz gar nicht möglich gewesen“, so Thomas Kortbuß wörtlich.

Im Bericht des Aufsichtsrats und im Prüfungsbericht, vorgelegt von Hermann Elskamp, wird der Raiffeisen Alstätte-Vreden-Epe eine zufriedenstellende Ertragslage attestiert. „Sie sind stabil und solide unterwegs“, attestierte RVWL-Vorstand Frank Niemer für den Prüfungsverband. 

Jeweils einstimmig wurden der Jahresabschluss gebilligt sowie Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Die 528 Mitglieder werden mit einer Warenrückvergütung am Jahresüberschuss beteiligt. Hermann Schultewolter und Markus Steinhoff ziehen erneut in den Aufsichtsrat ein. Michael Sundermann wurde in der Nachfolge von Wilhelm Telker neu in den Vorstand gewählt. 

„Die Herausforderungen für unsere Branche so groß, die Chancen national und international größer. Das Glas (Milch) ist halbvoll“, fasste Spinne abschließend nach seinem Vortrag zusammen, in dem er zuvor die Aufgaben des DRV als „Verband der Wertschöpfungskette“ in der Agrarwirtschaft, das politische Umfeld und die Situation in Berlin und Brüssel sowie aktuelle Themen skizziert hatte. „Wir haben schon Relevanz und als Genossenschaften politische Power,“ zeigte sich der DRV-Geschäftsführer selbstbewusst.