„Gemeinsam sind wir mehr“
Die Fusion der Raiffeisen Warengenossenschaft Haltern eG mit der Raiffeisen Maria-Veen-Lette eG ist endgültig beschlossen. Mit 100 Prozent Zustimmung sprachen sich die Halterner Mitglieder jetzt auf der Generalversammlung in Haltern für den Zusammenschluss aus. Zuvor hatten bereits die Mitglieder der Raiffeisen Maria-Veen-Lette auf ihrer Generalversammlung in Reken mit der überwältigenden Mehrheit von 97 Prozent für die Fusion votiert. Damit ist der Weg zur neuen „Raiffeisen Regio eG“ mit Sitz in Haltern frei. Die Verschmelzung erfolgt rückwirkend zum 1. Juli 2025.
Mit Beifall und rhythmischem Klatschen feierten die 129 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder nach Bekanntgabe des offiziellen Ergebnisses den historischen Beschluss ihrer Genossenschaft. Wobei am Erreichen der erforderlichen Mehrheit von 75 Prozent angesichts der zahlreichen in die Höhe gehaltenen Stimmkarten in der offenen Abstimmung von vornherein kein Zweifel bestehen konnte.
„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen unserer Mitglieder. Die Fusion ist ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Weitblick und die Zukunftsfähigkeit des genossenschaftlichen Handels in unserer Region“, so die Geschäftsführer beider Genossenschaften Günter Hessin und Thomas Dopp (Haltern) sowie Heino Strump (Maria-Veen-Lette). „Gemeinsam sind wir mehr“, brachte es das geschäftsführende Vorstandsmitglied Günter Hessing auf den Punkt. Ziel der Fusion ist es, die Kräfte beider Organisationen zu bündeln, ihre Marktposition im Geschäftsgebiet weiter auszubauen und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Als Erster gratulierte Bürgermeister Andreas Stegemann der Versammlung. „Ich wünsche der heutigen Fusion alles Gute“, erklärte Stegemann in seinem Grußwort. Und weiter: „Ich bin mir sicher, dass diese Fusion mit diesem hervorragenden Wahlergebnis unter einem guten Stern steht.“
Die neue Genossenschaft wird in den Kreisen Recklinghausen, Borken und Coesfeld an drei Standorten aktiv sein (Haltern am See, Reken-Maria Veen, Coesfeld-Lette) rund 90 Mitarbeitende beschäftigen und einen Jahresumsatz von über 53 Millionen Euro erwirtschaften. Sie ist an allen Standorten in den Bereichen Agrarhandel, Baustoffhandel, Energie und Einzelhandel tätig. Zudem wird in Haltern und Maria Veen jeweils eine Tankstelle und Waschanlage betrieben. Beide Partner sind ähnlich aufgestellt mit Agrarhandel als Hauptumsatzträger, zudem betreiben beide einen umfangreichen Baustoffhandel als Vollsortimenter. Beide Genossenschaften haben eine annähernd eine gleiche Größenordnung und bringen langjährige Erfahrung, regionale Verwurzelung und starke Kundenbeziehungen in die neue Organisation ein.
Das Fundament der neuen Raiffeisen REGIO eG bilden die rund 550 Mitglieder. Der Fusionsplan beider Institute war auf den jeweiligen Generalversammlungen im Januar bereits vorgestellt und diskutiert worden. Zudem hatte es im August und September dieses Jahres gut besuchte Infoveranstaltungen an den Betriebsstätten für die Mitglieder gegeben.
Keine Auswirkungen wird die Fusion auf die Mitarbeitenden haben. Auch die Betriebsstätten werden alle erhalten bleiben. „Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beider Genossenschaften sind in Ordnung“, heißt es wörtlich im gemeinsamen Gutachten der beiden beteiligten Prüfungsverbände. „Besondere Risiken der Verschmelzung sind nicht erkennbar.“
Der ehrenamtliche Aufsichtsrat besteht künftig aus 13 Personen, Von Seiten Halterns sind dies Tobias Schlüter, Georg Dopp, Christian Schulte Althoff, Johannes Schild, Christoph Stockhofe und Benedikt Kleine Onnebrinck, Von Seiten von Maria-Veen-Lette sind dies Uwe Inhestern, Wilhelm Altrogge, Thomas Brinkert, Bernd Elsbecker, Johannes Strukamp, Sebastian Voßkühler und Christian Wübbeling.
Der Vorstand besteht im Ehrenamt künftig aus sechs Personen: Burkhard Fry, Martin Hagemann und Bernd Schmöning (Haltern) sowie Hendrik Schemmer, Martin Beumer und Burkhard Kleinhölting (Maria-Veen-Lette. Als hautamtlicher Vorstand fungiert Geschäftsführer Günter Hessing (Haltern). Er hatte zuvor zusammen mit seinem Geschäftsführerkollegen Thomas Dopp den Bericht zum Geschäftsjahr 2024/2025 abgegeben Das Wirtschaftsjahr schließt mit Umsatzerlösen in Höhe von 26 Millionen Euro, einem Anstieg der Eigenkapitalquote auf stolze 63,3 Prozent sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von 212.187 Euro. Daraus werden die Mitglieder mit einer Dividende in Höhe von 4,5 Prozent beteiligt.
