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Neuer Viehsammelstandort in Bocholt-Mussum feierlich eröffnet

3,3 Millionen Euro in Bau und Ausstattung für 35 Mitarbeitende investiert

Große Freude bei der Agri V Raiffeisen eG und ihrer Tochtergesellschaft AGRIVIEH GmbH & Co. KG: Mit der feierlichen Eröffnung des neuen Viehsammelstandortes in Bocholt-Mussum am Freitag, 20. Februar 2026, markiert das Unternehmen, Agrarhandels- und Dienstleistungsgenossenschaft mit rund 400 Mitarbeitenden an 14 Standorten im Münsterland und am Niederrhein, einen weiteren wichtigen Meilenstein in seiner Entwicklung. 

„Der neue Sammelstall ist nicht nur ein Indikator für das Wachstum, sondern auch ein sichtbares Zeichen für die Innovations- und Leistungskraft, die unsere Genossenschaft auszeichnet“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Agri V, Hans-Josef Gräven, in seiner Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste. „Dieser Standort ist Teil unserer fortlaufenden Verpflichtung zur Bereitstellung erstklassiger Angebote und Dienstleistungen für unsere Mitglieder und Kunden in der Region“, so Gräven. Und weiter: „Das ist kein Provisorium. Das ist eine klare Ansage.“ 

„Ich glaube, die AGRIVIEH hat das Richtige gemacht, diesen Standort zu entwickeln“, stellte Geschäftsführer Ludger Dieckhues von der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt in Vertretung von Bürgermeister Christian Mangen in seinem Grußwort fest. „Das ist eine gute Investition.“ Und weiter: „Wir freuen uns, dass diese Sammelstelle für unsere hiesige Landwirtschaft entstanden ist.“ 

„Der neue Sammelstall zeigt deutlich, wie viel wir gemeinsam in unserer Genossenschaft bewegen können“, betonte Geschäftsführender Vorstandssprecher Stefan Nießing. „Mit der Einweihung und der damit verbundenen Bündelung unserer Aktivitäten in der Viehvermarktung an einem zentralen Standort hier in Bocholt-Mussum setzen wir einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung der Viehvermarktung. Es ist ein Startschuss für die nächsten Schritte, für neue Projekte und Partnerschaften, für innovative Lösungen und ein klares Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft. Wir sagen DANKE – an unser Team, alle am Bau beteiligten Handwerker und Unternehmen, unsere Partner, Freunde und an alle Gäste, die diesen Meilenstein mit uns feiern“, betonte Stefan Nießing.

Mit dem Umzug nach Bocholt-Mussum gibt die Agri V ihre drei bisherigen Viehsammelstandorte in Raesfeld, Dingden und Metelen auf. Der neu errichtete Sammelstall in Mussum bietet Platz für zwei Lkw-Züge und verfügt über 14 unterschiedlich große Buchten, in denen Tiere kurzfristig artgerecht untergebracht werden können. Tränken in verschiedenen Höhen gewährleisten die Versorgung von Rindern, Schweinen und Ferkeln. Einzeltiere können verwogen werden. Die Anlage unterliegt der regelmäßigen Kontrolle durch das zuständige Kreisveterinäramt Borken. 35 Mitarbeitende haben hier künftig ihren Arbeitsplatz.

Der Entschluss zur Zentralisierung fiel 2023. Der neue Standort liegt verkehrsgünstig in der Mitte des Geschäftsgebietes nahe der B67 und der A3. Errichtet wurde die Anlage auf einem etwa ein Hektar großen Industriegelände, auf dem sich bereits eine Raiffeisen-Tankstelle befindet. Jahrzehntelang war dort zuvor eine Lagerstelle der Bäuerlichen Hemden-Mussum angesiedelt. Nach dem Start der Ausschreibung vor gut zwei Jahren investierte Agri V als Eigentümerin des Grundstücks und der Immobilie insgesamt rund 3,3 Millionen Euro in Bau und Ausstattung.

Ein Schwerpunkt der Investitionen lag auf moderner Wasseraufbereitung und Fahrzeughygiene. In der zweizügigen Lkw-Waschstraße können Fahrzeuge innen und außen gereinigt und desinfiziert werden – eine Voraussetzung, um landwirtschaftliche Betriebe anzufahren. Perspektivisch soll dort der gesamte Schwerlastfuhrpark der Agri V mit 38 Einheiten gereinigt werden. Eine Portalwaschanlage ersetzt künftig die bisher manuelle Reinigung.

Der offizielle Teil der Eröffnungsfeier endete nach der symbolischen Schlüsselübergabe durch die beiden AGRIVIEH-Geschäftsführer Stefan Nießing und Dr. Frank Greshake an Johannes Buers mit der Einsegung durch Pastor Dieter Hogenkamp von der Kirchengemeinde St. Josef. Dabei wünschte er, dass „alle, die hier beschäftigt sind, vor Unfall und Schaden bewahrt werden“.