„Die Raiffeisen Ostmünsterland ist gut unterwegs“
Den Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr in einem anspruchsvollen Marktumfeld nahezu gehalten, das Betriebsergebnis gesteigert und ein wiederum deutlicher Anstieg beim Absatz bei den selbstproduzierten Futtermitteln. Die heimische Raiffeisen Ostmünsterland mit Sitz in Beelen und Geschäftsstellen in Ennigerloh, Greffen, Milte, Ostenfelde und Westkirchen blickt abermals auf ein solides Geschäftsjahr zurück.
„Zusammenfassend können wir sagen: Die Raiffeisen Ostmünsterland ist gut unterwegs“, brachte es Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Kampmann auf Donnerstag (26. Februar) auf der wiederum sehr gut besuchten Generalversammlung im Hotel Kröger in Ostenfelde auf den Punkt. „Wir sind mit den im Geschäftsjahr 2024/2025 gegebenen und genutzten Marktchancen zufrieden“, erklärte Vorstandsvorsitzender Hubert Höner. „Ich bin sehr stolz auf uns als Team. Euch allen ein ganz großes Dankeschön“, betonte Geschäftsführer Michael Loddenkötter zum Abschluss seines Berichts über die geschäftliche Entwicklung im zurückliegenden Wirtschaftsjahr.
Das schließt mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 79,1 (Vorjahr 80,3) Millionen Euro ab. „Bei deutlich gefallenen Preisen sind wir zufrieden, den Gesamtumsatz nahezu gehalten zu haben“, erläuterte Loddenkötter. Hauptumsatzträger mit rund 64 Prozent ist weiterhin das landwirtschaftliche Geschäft. Mengensteigerungen gab es bei Futtermitteln, Getreide und Düngemitteln. Der Handel mit Brenn- und Treibstoffen war preisbedingt leicht rückläufig. Der Einzelhandel in den Raiffeisenmärkten lag auf Vorjahresniveau. Besonders freute sich der Geschäftsführer über die Entwicklung bei den Futtermitteln, die in den Werken in Beelen und Milte selbst produziert werden. Hier verzeichnete man ein Mengenplus in Höhe von acht Prozent auf rund 55.000 Tonnen. „Seit der Modernisierung im Jahr 2022 ist die Produktion um 30 Prozent gesteigert worden“, verdeutlichte Loddenkötter. „Wir sind sehr froh, diesen strategischen Schritt gegangen zu sein.“
Mit viel geschäftlichen Rückenwind ist die Raiffeisen Ostmünsterland damit in das seit dem 1. Juli 2025 laufende neue Geschäftsjahr gestartet. Und das verspricht mit dem 125-jährigen Jubiläum ein besonderes Highlight. Genau am 4. Mai vor 125 Jahren wurde die heute Raiffeisen Ostmünsterland gegründet. Gefeiert werden soll dies am 13. Juni. „Wir freuen uns schon heute auf ein gemeinsames Fest mit unseren Gästen“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Kampmann.
Im weiteren Verlauf wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet. Die 662 Mitglieder werden mit einer zweiprozentigen Dividende sowie einer Warenrückvergütung in Höhe von 0,2 Prozent am Jahresüberschuss beteiligt. Zudem werden die Rücklagen gestärkt. Ebenso einstimmige Beschlüsse gab es bei den turnusgemäß anstehenden Wahlen: Wieder in den Aufsichtsrat ziehen Norbert Kampmann, Benedikt Wiefel, Benedikt Bettmann und Klemens Lietmann ein. Klaus Strotmann wurde erneut in den Vorstand gewählt. Lukas Freye rückt für Rudolf Merten nach. Der Landwirt aus Milte stellte sich nach über 25 Jahren im Ehrenamt nicht zur Wiederwahl und wurde von Dr. Martin Spielhoff vom Raiffeisenverband Westfalen-Lippe mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.
Er gilt als der erfolgreichste deutsche Manager in den USA. Martin Richenhagen, Agrar-Experte mit Wohnsitz in Ostbevern und den USA, führte bis 2020 mehrere deutsch-amerikanische Großunternehmen und beriet zudem jahrelang die Präsidenten Obama und Trump. Einen ebenso tiefen wie unterhaltsamen Einblick in sein Leben gab er in seinem Vortrag über „Neuordnung der Weltpolitik! Was plant die USA und was passiert mit Europa?“ Trump interessiere „kein anders Land dieser Welt“, ist sich Richenhagen, nach eigenen Worten „leidenschaftlicher Deutsch-Amerkaner“, sicher. Und mit Blick auf dessen Präsidentschaft stellte er für Deutschland und Europa fest: „Es ist ganz wichtig, dass wir die nächsten drei Jahre überleben.“ Seine Botschaft an die Zuhörer: „Nicht aufgeben, nicht verzweifeln.“
